Saturday, 18. May 2013


Frisch geschlagenes Brennholz besitzt einen Wassergehalt von bis zu 50 %. Als „lufttrocken“ wird das Holz nach einer trockenen Lagerung von mindestens einem Jahr bezeichnet und weist dann noch einen Wassergehalt von etwa 16 bis 20 % auf. Da der Wassergehalt des Holzes jedoch stark variieren kann

- je nach Holzart und Wettereinflüssen liegt die Holzfeuchte auch deutlich über dem Durchschnitt - ist eine zwei- bis dreijährige Lagerungszeit sinnvoll.

Je nach Größe des Brennholzes wird es geschichtet, geschüttet oder in einem Silo gelagert. Eine optimale Lagerung von Holz macht es später umso wertvoller als Brennholz. Wichtig ist eine ausreichende Luftzirkulation zwischen dem Holz, damit Schwitzwasser schnellstmöglich abtrocknen kann. Wird das Holz beispielsweise vor einer Wand gelagert, ist unbedingt auf einen Abstand von etwa 10 cm zwischen Holz und Wand zu achten.
 

Holz Brennholz welches in der Kammer oder in einer Trommeltrocknung auf die ideale Holzfeuchte herunter getrocknet wird, hat den Vorteil gleich zur Verbrennung zur Verfügung zu stehen. Es ist allerdings auch entsprechend teurer und kommt an die guten Eigenschaften natürlich getrockneten Holzes meist nicht heran.

Eine altbewährte Holz Brennholz-Lagerung stellt die Holzmiete dar. Die traditionelle Miete ist rund und verjüngt sich nach oben, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten. Als Unterlage eignet sich eine starke Folie, auf die der äußere Umriss der Miete markiert wird. Einige Löcher - im Abstand von etwa 20 Zentimetern - in der Folie verhindern, dass sich später Wasser unter dem Holz stauen kann. Auf dem äußeren angezeichneten Kreis der Folie entlang legt man nun zunächst eine Reihe dünnere Holzscheite als äußere Stütze für die erste Holzscheit-Lage. Die Miete soll sich aus statischen Gründen nach innen Neigen und so selbst stützen. Nun beginnt man mit dem Stapeln indem die erste Lage Scheitholz quer auf die Außenbegrenzung gelegt wird und mit dieser in etwa abschließt. Um das ganze stabiler zu machen, legen man in der Regel noch einen zweiten inneren Ring. Der so entstandene innere freie Raum wird mit Holz zugeworfen. So wächst Schichten um Schichten eine Holzmiete, die man zwischendurch mit Hilfe der Axt von außen „in Form bringt“. Als Abschluss sollte sich ein kleiner Haufen oben aufschichten, der mit einer Lage Holzschindeln abgedeckt wird. So kann das Regenwasser gut ablaufen und das ganze ist auch noch nett anzuschauen.

Eine im Prinzip ähnliche Konstruktion ist der Feumel. Der Feumel hat jedoch die Form eines Kegels der außen wiederum von Holzstapeln Stabilität erhält und das innere wird mit Holzscheiten gefüllt. Um die Statik zu gewährleisten sollte die obere Kegelspitze leicht gekrümmt sein.

Überdachte Holzstöße sind eine weitere Möglichkeit einer effektiven Holzlagerung. Häufig werden die Stöße vor einer Wand aufgeschichtet, ideal ist eine Südwand. Zu achten ist - wie bereits zuvor erwähnt – auf einen ausreichenden Abstand zur Wand und auf einen entsprechenden Abstand der letzten oberen Schicht zur Überdachung.

Auf weitere Schutzmaßnahmen wie eine Folienabdeckung sollte jedoch verzichtet werden. Diese würde die Luftzirkulation behindern und es kann sich Schwitzwasser bilden, welches unter einer Folie schlecht oder gar nicht abtrocknet

 
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