Allgemeines/Wissenswertes
Brennholz gilt als der älteste Brennstoff der Menschheit und so ist es auch heute noch sehr beliebt. Mit Brennholz oder Heizöl zu heizen spendet eine angenehme Wärme, sowie ein warmes Licht. Darüber hinaus wird bei der Verwendung von Brennholz die Umwelt nicht durch zusätzliche CO2 Emissionen belastet. Um rohes Holz, welches zum Beispiel beim örtlichen Förster zu haben ist, in Brennholz zu verwandeln, müssen die Baumstämme beziehungsweise Äste mit einer Motorsäge in runde Scheiben geschnitten werden. Diese werden anschließend mit einer Axt in dreieckige Scheite gespalten. Der letzte und langwierigste Prozess ist die Trocknung, dazu müssen die Scheite aufgestapelt werden, sodass sie gut von Luft umströmt werden können. Die Trocknung dauert etwa ein bis zwei Jahre.
Es gibt verschiedene Holzarten und diese haben unterschiedliche Brennwerte. Die Brennwerte werden pro Raummeter (rm) angegeben, welche das landläufige Handelsmaß für Kaminholz bezeichnet. Ein Raummeter steht für 1m lange Rundhölzer die auf einer Fläche von einem Quadratmeter aufgestapelt sind. Ein Raummeter entspricht ungefähr 0,65 Festmeter. Dies bezeichnet einen 1 Kubikmeter massives Holz.
Ein wichtiger Faktor für die Brennwerte ist die Restfeuchte des Holzes. Die Feuchtigkeit des Brennholzes passt sich seiner Umgebung an und sinkt daher normalerweise nicht unter 15 %. Daher ist eine Restfeuchte von unter 20 % erstrebenswert. Die Restfeuchte beeinflusst den Brennwert relativ stark, so verringert eine Restfeuchte von 30 % den Brennwert bereits um ca. 9 %. Darüber hinaus setzt Holz mit einer Restfeuchte von über 20 % umweltschädliche Gase frei, welche auch der Bausubstanz des Kamins schaden können. Ist die Restfeuchte jedoch zu niedrig, verbrennt das Holz im Ofen wesentlich schneller, 10 % sollten daher nicht unterschritten werden.
Vergleich der verschiedenen Holzarten
Die folgenden Angaben beziehen sich auf eine Restfeuchtigkeit von ungefähr 15-20 %.
Die vier Favoriten unter den Holzarten sind Eichenholz, Buchenholz, Robinienholz und Eschenholz. Sie erreichen alle einen Brennwert von 2100 Kilowattstunden pro Raummeter (KWh/rm). Wer lieber mit Heizöl heizen will bräuchte 180-195 Liter Heizöl pro Raummeter um auf denselben Brennwert zu kommen. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist Kastanienholz, welches einen Brennwert von 2000 KWh/rm hat. Birkenholz, Platanenholz, Ulmenholz und Kirschholz liegen mit 1800-1900 KWh/rm etwas darunter. 170-180 Liter Heizöl würden hier die gleichen Brennwerte erreichen. Im Mittelfeld liegen Lärchenholz, Kiefernholz und Douglasienholz mit 1700 KWh/rm. Erlenholz, Lindenholz, Fichtenholz, Tannenholz und Weidenholz haben nur einen Brennwert von 1400-1500 KWh/rm. Weniger empfehlenswert sind Pappelholz (1200 KWh/rm) und Hackschnitzel (900 KWh/rm).
Wer die Möglichkeit hat, sollte also auf Eichen-, Buchen-, Robinien- oder Eschenholz zurückgreifen, da diese die besten Werte bieten. Der Umstieg auf Heizöl bleibt dabei reine Geschmackssache, da sich durch die richtige Menge dieselben Brennwerte erreichen lassen.
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