Brennholz machen, was muß ich beachten? Bevor man mit der Arbeit beginnt sollte man sich über einige Dinge im klaren sein. Sicherheit geht wie bei allen anderen Arbeiten mit Schneidegeräten so auch hier vor. Stichwort: Sicherheit Wenn man Brennholz selbst herstellen will sollte die richtige Ausrüstung gewählt werden. Kleidung mit Schnittschutz ist hierbei unabdingbar. Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Helm, Schutzbrille und Gehörschutz sind in diesem Fall auch nicht übertrieben, da der Ungeübte bei der Arbeit mit Holz und dem dazu notwendigen Gerät die notwendige Erfahrung fehlt und schon schwere Unfälle verursacht worden sind, nur weil nicht auf entsprechende Schutzkleidung geachtet wurde. Wer das erste Mal mit einer leichten Motorsäge arbeitet sollte sich vorher, wenn möglich über Einführungskurse informieren, die von privaten oder staatlichen Forstdienststellen angeboten werden. Dieser "Motorsägenführerschein" ist in manchen Bundesländern sogar Pflicht. Dies klingt vielleicht übertrieben, jedoch ist es klar, daß die schwersten Verletzungen durch solche Motorsägen verursacht werden können, wenn unsachgemäße Benutzung und fehlende Erfahrung auf diesem Gebiet zusammentreffen. Stichwort: richtiges Werkzeug Zur Grundaustattung gehören neben der Motorsäge ein stabiler Sägebock mit Spannvorrichtung oder eine Wippkreissäge, die die Arbeit erleichtern. Das Spalten des Holzes geschieht mit der Axt, dem Spaltkeil und dem Hammer oder einem sogenannten Holzspalter.
Die Motorsäge sollte vor Arbeitsbeginn darauf überprüft werden ob die Kettenbremse auch richtig funktioniert, dann sollte sichergestellt werden ob Führungsschiene und Kette richtig und fest montiert sind. Zudem ist es auch sinnvoll die Kette darauf zu überprüfen ob sie richtig geschäft ist, dann sind die Verschlüsse für Benzin und Öl noch auf ihre Dichtigkeit zu überprüfen, damit keine Entzündungsgefahr entstehen kann. Abgas und Holzstaub sind ein Emissionsprodukt welches bei der Arbeit mit einer Motorsäge naturgemäß entsteht. Es sollte darauf geachtet werden diese nicht einzuatmen deswegen empfiehlt es sich für solche Arbeiten auch noch einene entsprechenden Mundschutz bzw. Atemschutz zu tragen. Stichwort: Arbeitsgang Wenn alle Vorbereitungen getroffen wurden, kann die eigentliche Arbeit los gehen. Schnittholz herzustellen ist keine leichte Arbeit. Wenn ein entsprechender Baum gefunden ist sollte vor dem Fällen seine Lage (Hanglage oder gerade Ebene), Windrichtung und die benachbarten Bäume beachtet werden, zudem sollte der Fallbereich frei sein. Mit der Motorsäge wird nun die Fallkerbe herausgeschnitten. Ein waagrechter und ein 45 Grad Schnitt legen die Fallrichtung des Baumes fest.
Wenn der Baum gefällt ist wird er vom Astwerk befreit, dabei sollte man rückstoßarme Ketten bei der Motorsäge verwendet werden. Danach wird der Stamm in handliche Stücke geschnitten. Mit modernen Holzspalter kann dann das Schnittholz weiter verarbeitet werden, diese Maschinen arbeiten heute alle mit Zweihandbedienung. Das gespaltene Holz an einem luftigen und trockenen Platz aufschichten und mindestens zwei Jahre trocknen lassen. Je länger der Trocknungsvorgang desto besseres Brennholz erhält man. Wenn man die Sicherheitsvorkehrungen beherzigt hat und das richtige Werkzeug Verwendung fand kann man sich in absehbarer Zeit auf einen gemütlichen Abend an einem friedlich knisternden Kaminfeuer mit dem selbst hergestellten Brennholz freuen.
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